
Vom 12. bis zum 14.11. fand in Weimar die universal design Expertenkonferenz statt. Dort wurde die “Weimarer Erklärung” verfasst, die in zwölf Thesen das Thema Universal Design definiert und umreisst:
universal design rückt den Menschen ins Zentrum.
universal design ist nicht nur ein Designthema.
universal design ist eine interdisziplinäre Aufgabe.
universal design öffnet sich allen Nutzerinnen und Nutzern.
universal design schafft Service-Systeme.
universal design ist ein Prozess, keine Norm.
universal design schafft soziale Inklusion.
universal design stellt sich Zukunftsfragen.
universal design ist Haltung und Verantwortung.
universal design muss früh und kontinuierlich in der Bildung verankert werden.
universal design hat die Aufgabe, Politik und Wirtschaft aufzuklären.
universal design sichert und fördert wirtschaftliches Wachstum.
Zwei Zitate der Erklärung haben mir besonders gut gefallen.
Zum einen, dass gut gestaltete Produkte von allen Nutzergruppen bedienbar sind…
Es gibt zahlreiche Unterschiede in den heutigen Lebenswelten von Jungen und Alten, von Gesunden und Kranken, von Menschen mit und ohne Handicap. Ein Thema ist Grundlage für Gemeinsamkeiten: gut gestaltete Produkte, richtig geplante Architektur und bedarfsgerechte Dienstleistungen.
…und zum anderen, dass Deutschland auf eine entsprechende Designtradition zurückblicken kann.
universal design ist die Gestaltungsherausforderung der nächsten Jahrzehnte! Deutschland hat eine lange Tradition bei der Entwicklung und Evaluation demografietauglicher Produkte, Architekturen und Dienstleistungen. Diese Potentiale in zukunftsfähige, wirtschaftlich sinnvolle und ergebnisorientierte Strategien umzusetzen, ist bisher nicht ausreichend gelungen.
Also liebe Zielgruppe, auf gehts!
→ Die Weimarer Erklärung (als .pdf)
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