Archiv der Kategorie: Lesenswert

Weave – (Neues) Magazin für Interactive Media


images Die Kollegen von PAGE haben ein neues Magazin an den Start gebracht. Sie haben es Weave genannt, es erscheint alle zwei Monate, kostet knapp 15 Euro und sei “das neue Magazin für Interactive Media”.

Die Herausgeberin Gabriele Günder sieht die Stärken in der Ganzheitlichkeit der Themen: “Wir wollen die Brücke zwischen Auftraggebern, Designern und Programmierern schlagen.” Der Name WEAVE, zu Deutsch verweben, erfinden, ist somit zugleich Programm und Anliegen. So ist es nun also Zeit für ein Magazin, das sich der Entwicklung interaktiver Kampagnen und Mobile Media widmet. Ein komplexer Bereich, der übergreifendes Denken fordert.

…so die Pressemitteilung.

Der Kollege Peer Wandiger hat Weave schon einmal probegefahren probegelesen. Hier sein Eindruck:

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Why Products Suck…

…heißt eine neue Serie von Artikeln, in denen Dan Saffer typische Probleme im Produktdesign anspricht und Lösungen vorschlägt. Themen waren bisher:

#1 Arbitrary Decisions

Arbitrary decisions are the death of good design, especially when they are made by someone outside the product team. With rare exceptions, the pet feature(s) of the CEO, VP of Marketing, or Director of Technology will often do more to clutter and confuse a design than improve it. [...]
When someone makes an arbitrary decision, try to figure out (or simply ask) them what problem they are trying to solve and why they think that solution is the right one. Often this will allow you to get to the root of the issue, and perhaps even reframe it so that a solution can be found that makes sense, can be objectively justified (perhaps through design research), and that meets the design principles.

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Human-Centered Design

hcdIDEO, das Design Research Urgestein, hat in Zusammenarbeit mit einer Reihe von Hilfsorganisationen einen Human-Centered Design Prozess beschrieben:

[...] a process used for decades to create new solutions for multi-national corporations. This process has created ideas such as the HeartStart defibrillator, Cleanwell natural antibacterial products, and the Blood Donor System for the Red Cross—innovations that have enhanced the lives of millions of people.

Now human-centered design can help you enhance the lives of people. This process has been specially-adapted for organizations like yours that work with people in Africa, Asia, and Latin America.

…und dazu ein Toolkit zum Download veröffentlicht.

Die drei Phasen des HCD klingen vertraut – aber die Übersetzung von user-centeredness auf den Bereich Hilfsprojekte finde ich besonders spannend.

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IDEO: Human-Centered Design Toolkit Developed with IDE and the Gates Foundation

Update: Ideo hat eine aktualisierte Version des HCD Toolkits veröffentlicht. Außerdem gibt es jetzt die Möglichkeit eine gedruckt Version zu bestellen.

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Ein 13-Jähriger testet Sonys ersten Walkman

Liebe Zielgruppe, hier die passende Lektüre für einen warmen, lauen Sonntag – die BBC hat den Erfahrungsbericht eines 13-jährigen Jungen, der für eine Woche seinen iPod gegen den ersten Sony Walkman eintauschte.

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Hier ein paar der Highlights des absolut großartigen Berichts:

So it’s not exactly the most aesthetically pleasing choice of music player. If I was browsing in a shop maybe I would have chosen something else. [...]

It took me three days to figure out that there was another side to the tape. That was not the only naive mistake that I made; I mistook the metal/normal switch on the Walkman for a genre-specific equaliser, but later I discovered that it was in fact used to switch between two different types of cassette. [...]

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Das Journal of Usability Studies 
Normen, Wie-Worte und andere Allgemeinplätze

Die UPA hat in seiner neuen Ausgabe des Journals of Usability Studies vier neue Paper in das Internet geblasen. Nach dem Lesen bin ich froh, dass ich sie nicht ausgedruckt hatte, denn sie wären das Papier nicht wert gewesen. Aber, liebe Zielgruppe, lest selbst…

Nigel Bevan gibt in seinem Beitrag (mal wieder) einen Überblick über Usability Normen und Standards. Darunter sind die üblichen Verdächtigen (9241, 9126 und 13407), Bevans eigene Babies (CIF & CISU-R) und ein Neuzugang (25010). Für diese diskutiert er und Vor- und Nachteile und wie man sie in der Praxis einsetzen kann. Das der viel zu hohe Preis von Normen ein Hindernis für deren Anwendung ist, sieht er ein, aber trotzdem seien sie toll. Gut, dass wir darüber gesprochen haben!

Bangor et al. haben sich mit dem SUS Fragebogen auseinandergesetzt. Sie widmeten sich dem Problem, dass SUS Ergebnisse keinen Wert an sich haben und immer mit anderen SUS Bewertungen in Beziehung gesetzt werden müssen:

One of the unanswered questions from previous research has been the meaning of a specific SUS score in describing a product’s usability. Is a score of 50 sufficient to say that a product is usable, or is a score of 75 or 100 required?

Deswegen haben die Kollegen versucht, eine Beziehung zwischen SUS-Werten und Wie-Worten herzustellen – und das mit sehr durchwachsenem Erfolg.

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Die Typographie-Bibel, der Vignelli Canon

Wer sich für Typographie und Design interessiert, dem kann ich den Vignelli Canon, ein ebook von Massimo Vignelli, nur sehr Herz legen. Worum es in dem 96 Seiten starken .pdf geht, fasst der Meister selbst so zusammen:

At the request of the publisher of this book I started to look in to the meaning of such a publication and recognized that it could become a useful instrument for a better understanding of typography in Graphic Design. This little book reveals our guidelines – those set by ourselves for ourselves.

canon

Wer mehr über Herrn Vignelli erfahren will, dem kann ich dieses Interview von 2006 empfehlen.

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Über Eye Candy

Stephen P. Anderson diskutiert in einem Artikel auf A List Apart die Rolle, die Ästhetik beim UI Design spielt.

We’ve all seen arguments in the design community that dismiss the role of beauty in visual interfaces, insisting that good designers base their choices strictly on matters of branding or basic design principles. Lost in these discussions is an understanding of the powerful role aesthetics play in shaping how we come to know, feel, and respond.

Consider how designers “skin” an information architect’s wireframes. Or how the term “eye candy” suggests that visual design is inessential. Our language constrains visual design to mere styling and separates aesthetics and usability, as if they are distinct considerations.

Für ihn hat Ästhetik beim UI Design eine Reihe wichtiger Funktionen:

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Ambidextrous

cover…heißt beidhändig und ist das Stanford’s University Journal of Design.

Die aktuellen Ausgabe, die komplett online verfügbar ist, enthält mehr als nur eine Handvoll lesenswerter Artikel – eigentlich haben mir sogar alle gefallen.

Trotzdem hier die Liste meiner absoluten Favoriten:

  • An Ode to Whitespace
  • Get Lost! – In dem Parallelen zwischen Design Research und dem Erkunden einer unbekannten Stadt gezogen werden
  • Mind the Gap: Ethnographers Navigate – In dem zwei Ethnographen über den Nutzen ihrer Methoden beim Design Research sprechen
  • Cozying up – in dem das dänische Konzept von hygge (was so viel wie Gemütlichkeit heisst) betrachtet wird

Alle Artikel sind nett geschrieben, der einzige Nachteil ist, dass sie recht kurz sind. Die “langen” Artikel sind drei Seiten lang. Über ein paar Themen hätte gern noch etwas mehr gelesen. Aber einem geschenkten Gaul…

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Was macht eine firmenweite UX Strategie aus?

Steve Baty legt in seinem Artikel What is an Experience Strategy? dar, aus welchen Komponenten eine (firmenweite) UX Strategie bestehen sollte:

An experience strategy is that collection of activities that an organization chooses to undertake to deliver a series of (positive, exceptional) interactions which, when taken together, constitute an (product or service) offering that is superior in some meaningful, hard-to-replicate way; that is unique, distinct & distinguishable from that available from a competitor.

Erwähnenswert ist, dass er sich mit seiner Definition (versteckt in einer Fußnote) von der aktuellen UX Bibel Subject to Change absetzt und diese kritisiert.

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Was machen Interaktionsdesigner wirklich?

Dieser Frage geht Jennifer Bove in ihrem Artikel nach.

Do interaction designers design interfaces? Interactions? Experiences? Do they design websites, products, services? Or, all of the above?
Interaction designers define the behavior of products and systems, and how they respond to the people who interact them. Though, to me, it’s much more interesting to talk about what interaction design actually does: makes our interactions with the world around us more enjoyable.

Außerdem gibt sie drei Vorschläge, wie Interaktion qualitativ verbessert werden kann:

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